Gefühlsachterbahn in Ellerbek
ELLERBEK. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die die Oberliga-Handballerinnen des TSV Ellerbek ihren Zuschauern in der Harbig-Halle zumuteten. Hin und her ging es, am Ende sprang ein 23:23 (13:15) gegen den noch immer ungeschlagenen Tabellenführer der HSG Kropp/Tetenhusen heraus, für den Ligaprimus bedeutete das Remis den zweiten Punktverlust der laufenden Saison, den ersten gab es im Hinspiel - ebenfalls gegen die TSV-Frauen, die sich damit zu einer Art "Angstgegner" des Aufstiegsaspiranten entwickelt haben. "Damit haben wir sie schon wieder geärgert, mit etwas Glück wäre vielleicht auch ein Sieg machbar gewesen, aber es sollte dann doch nicht sein", erklärte Trainerin Manuela Henße nach dem nervenaufreibenden Match leicht enttäuscht, jedoch nicht unzufrieden. Die Gastgeber überrannten den Favoriten zu Spielbeginn und führten Mitte des ersten Durchgangs überraschend klar mit 12:8. "Da war wirklich jeder Schuss ein Treffer, aber uns war klar, dass wir das Niveau nicht über die volle Spielzeit würden halten können", analysierte Henße, "zudem fiel mit Marike Müller unsere Kreisläuferin aus." Die HSG holte auf und ging kurz vor der Halbzeit sogar mit 15:13 in Führung, baute diese im zweiten Durchgang sogar auf 18:22 aus. Alles deutete auf einen Sieg des Spitzenreiters hin, zumal bei Svenja Rix-Müller mehr und mehr die Kräfte nachließen. "Svenja kroch am Ende schon auf dem Zahnfleisch, sie musste voll an ihre Grenze gehen", erklärte Henße, dennoch gaben sich die TSV-Damen nicht geschlagen und kämpften sich zurück ins Spiel. Lagen sie drei Minuten vor Spielende noch mit zwei Toren hinten, so gelang dem Team tatsächlich noch der viel umjubelte 23:23-Ausgleich.


